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Kolloquium mit Jörn von Lucke: "Transparenz 2.0"
Universität Stuttgart, Seidenstr. 36/III, Raum 3003
Jörn von Lucke ist Fellow der Alcatel-Lucent Stiftung im Sommersemester 2010.
Mit dem Begriff „Transparenz 2.0“ soll eine Vision skizziert werden, die auf der ursprünglichen Idee aufsetzt, Vorgänge und Entscheidungen in Politik, Verwaltung und Justiz von Außen nachvollziehbar zu machen, sie jedoch substantiell weiterentwickelt. Geprägt wird diese Phase durch neuartige Gemeinschaften im Sinne sozialer Netzwerke, sehr transparent angelegter Informationssysteme und offener, gemeinschaftlicher Formen des Editierens von Texten und Beiträgen. Transparenz 2.0 wird sich künftig dadurch auszeichnen, dass zu allen nicht-personenbezogenen und allen nicht geheimen Daten und Informationen der öffentlichen Verwaltung ein öffentlicher Zugang besteht. Datenbestände werden offen und frei zugänglich sein, ohne dass es Diskriminierungen und Einschränkungen beim Zugriff gibt. Dazu werden Primärquellen bereitgestellt, und zwar vollständig und zeitnah nach ihrer Generierung. Sämtliche Datenbestände werden maschinell lesbar und weiterverarbeitbar sein, so dass eine manuelle Aufbereitung nicht mehr erforderlich ist, die Daten aber von Menschen gelesen und verstanden werden könnten. Grundsätzlich muss eine Weiterverbreitung und eine Folgenutzung der Daten sichergestellt sein. Transparenz 2.0 trägt somit maßgeblich zu einem Wandel hin zu echter Partizipation und echter Kollaboration in Staat und Verwaltung bei.


