Frankreich-Schwerpunkt
Der Frankreich-Schwerpunkt des IZKT kann auf Basis eines Kooperationsvertrages mit der DVA-Stiftung wissenschaftliche Projekte fördern (vgl. Förderung). Dadurch werden außergewöhnliche Forschungs- und Begegnungsmöglichkeiten auf dem Feld des deutsch-französischen Austausches in den Geisteswissenschaften eröffnet.
Zu den herausragenden Projekten der letzten Jahre gehörte der Workshop
Europäische Kulturlandschaften -
Innen- und Außenansichten im Dialog
von Wolfram Pyta (Foto links), 17.9.2009.
Der Workshop behandelte die Frage, inwiefern der typische europäische Zugriff auf die "Landschaft", als Kulturlandschaft mit ihrer architektonischen Ausstattung, ihrer naturräumlichen Verfasstheit und nicht zuletzt ihrer medialen Imaginierung auch auf außereuropäische Kulturkreise übertragbar ist. Der Philosoph Gérard Bensussan (Foto rechts) von der Universität Straßburg reflektierte in seinem Eingangsvortrag die Dynamik des europäischen Kulturraums und die Paradoxie der europäischen Identität. Anschließend diskutierte er mit Wolfram Pyta sowie den Studierenden des Master-Studiengangs "European Cultural Landscapes" auf Deutsch und Französisch.

Im Sommersemester 2010 kamen in der Vortragsreihe
L'historiographie face aux frontières -
Geschichtsschreibung und Grenzüberschreitung
französische Kulturwissenschaftler/innen und Historiker/innen zu Wort, die in ihrer Forschung Grenzen und Grenzüberschreitungen in ein Verhältnis zur Geschichtsschreibung setzten:
Pascale Laborier (Centre Marc Bloch Berlin): Politikwissenschaft auf der Grenze zwischen Kulturpolitik und Sozialpolitik (20. Mai 2010)
Christophe Charle (ENS Paris, Foto rechts):
Paris als dramatische Hauptstadt Europas. Zum Export französischer Dramatik auf die europäischen Bühnen des 19. Jahrhunderts (2. Juni 2010)
Elsa Vonau (HU-Berlin):
Grenzziehung und die Entwicklung neuer Raumkategorien - Roman Heiligenthals Planungsprojekte des Oberrheingebiets (8. Juli 2010)
Andrea Allerkamp (Universität Aix en Provence):
Geschichtsschreibung zwischen Epoche und Biographie. Zu Rudolf Leonards und Walter Benjamins Einsatz des Traums (14. Juli 2010)
Auch Studierende können über einen Lehrstuhlinhaber Projekte am Frankreich-Schwerpunkt beantragen:
Astrid Kufer erhielt eine Förderung für die Redaktionssitzungen, die der Arbeit an einem
Handwörterbuch der deutsch-französischen Beziehungen dienten.
Das Wörterbuch wurde von jungen Forschern aus Deutschland und Frankreich zusammengestellt und ist 2009 in beiden Sprachen erscheinen.
Es soll all jenen als Nachschlagewerk dienen, die im Bereich des deutsch-französischen Austausches arbeiten.


