Abgeschlossene Projekte


Faust Foyer: Vortragsreihe "Faust - Magie und Technik"

Das IZKT als Kooperationspartner des Schauspiel Stuttgart, präsentierte eine Vortragsreihe zum Thema "Faust - Magie und Technik". Das Thema der Eröffnung der Spielzeit 05/ 06 - Goethes Faust, unter der Intendanz von Hasko Weber - wurde durch interessante Vorträge vertieft und erweitert.

iTextil: inside/out

Den wichtigsten Forschungsbereich des Instituts Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen (IGMA) bildet die Architekturtheorie, die wir als ein breit angelegtes Wissensgebiet verstehen, mit dem sich die für unsere Kultur so charakteristische wie fatale Kluft zwischen Kunst und Technik, Geistes- und Naturwissenschaften infrage stellen und überbrücken lässt. Gerade in Stuttgart stellen sich Versuche, abstrakte wissenschaftliche Erkenntnisse und unsichtbare Prozesse in der Technik sinnlich anschaulich und architektonische nutzbar zu machen, in eine lange Tradition. Hieran will das IGMA mit dem Thema Textil anknüpfen, das aufgrund seiner interessanten Entwicklungsgeschichte und jüngster technischer Fortschritte in besonderer Weise dazu geeignet scheint, das Interesse vieler unterschiedlicher Wissenschaftler zu wecken.
Gerd de Bruyn, Institut Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen, Universität Stuttgart

Kepler und das Weltbild des modernen Menschen

Vor 400 Jahren erschien die berühmte Abhandlung "Astronomia nova" von Johannes Kepler. Sie war bahnbrechend. Denn sie stellte nicht nur die von Kopernikus eingeleitete Revolution unserer Vorstellungen über das Sonnensystem auf die Basis einer physikalisch-mathematischen Beweisführung und öffnete damit das Tor für die Erfolge der modernen Astronomie, sie bewirkte und manifestierte zugleich einen radikalen Umsturz im kulturellen Selbstverständnis des Menschen. Die Ringvorlesung "Kepler und das Weltbild des modernen Menschen" möchte die historischen Leistungen des Astronomen, Naturforschers, Mathematikers und Philosophen vorstellen und dabei die kulturellen Tiefenwirkungen bis in unsere Gegenwart aufspüren.

Kulturtheorie und Technikphilosophie

Dass jegliche Kultur technisch geformt ist, in der Geschichte freilich unterschiedlich ausgeprägt nach Maßgabe unterschiedlicher Typen von Real-, Intellektual- und Sozialtechniken, ist Thema technikphilosophischer Reflexionen seit der Antike.
Christoph Hubig, Institut für Philosophie

Orte der Kunst

Die Frage nach der Herkunft, auch und gerade nach der geo- bzw. topographischen Herkunft, gehört für jeden Erforscher der materiellen Kultur, sei er Ethnologe, Volkskundler, Archäologe oder Kunsthistoriker, zu den Grundfragen seiner wissenschaftlichen Arbeit. So banal es ist, dass buchstäblich jedes materielle Ding unserer äußeren Welt seinen Ort hat bzw. im Laufe seiner Existenz nur eine beschränkte - wenn auch vielleicht nie wirklich überschaubare und verifizierbare - Zahl von Orten einnehmen kann, so gewiss ist es, dass Ortswahl, Ortsbezogenheit und Ortskonstanz die Bestimmung und Bedeutung eines Dings maßgeblich beeinflussen und dieses Ding aus der Masse aller anderen Dinge herauszuheben vermögen.
Gernot Böhme, Institut für Philosophie, TU Darmstadt/Ludger Gerdes, Künstler, Düsseldorf

Stadt und Raum

Ist die "Stadt" als Ort und Raum von Kommunikationsverdichtungen sowie großer Angebots- und Erlebnisvielfalt in der "Informationsgesellschaft" obsolet geworden? Bewirken die neuen Medien und Netze die Auflösung traditioneller städtischer und räumlich gebundener Formen von Kommunikation und infolgedessen das Ende des europäischen Stadtraums, wie bereits in der klassischen Moderne propagiert? Wie lassen sich neue Formen ephemerer Öffentlichkeit und Inszenierungen im öffentlichen Raum charakterisieren und was bedeuten sie für Gestaltung und Nutzung des Stadtraums? Diesen Fragen wurde während der Projektreihe "Stadt und Raum" des IZKT nachgegangen.

Übergewicht und Adipositas bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen als systemisches Risiko

Systemisch wirkende Risiken wurden in diesem Projekt exemplarisch an den Ursachen und Folgen von Übergewicht und Adipositas erforscht. Das Projekt zielte auf eine theoretisch fundierte, empirische Modellierung des Problems unter Berücksichtigung von individuellen, sozialen und ökologischen Faktoren, ein umfassendes Problemverständnis sowie auf die Erarbeitung von wirksamen Handlungsoptionen. Die wissenschaftlich gewonnenen Erkenntnisse wurden in einen Runden Tisch mit Praktikern und Stakeholdern eingespeist. Dort wurden Handlungsoptionen mittels Expertendelphis auf Realisierungschancen und -restriktionen geprüft. Flankiert wurde die Arbeit durch einen internationalen wissenschaftlichen Beirat.
Ortwin Renn/Jürgen Deuschle/Michael M. Zwick, ZIRN

Ursprünge der Moderne

Seit Max Weber die Frage, wie es zu der Sonderentwicklung Europas gekommen sei, zum Programm erhob, sind viele widersprüchliche Antworten darauf versucht worden, so daß man zögern mag, ihnen eine weitere hinzuzufügen. Die Diskussion über die Moderne als historische Epoche hat aber dieser Frage eine neue Form und Virulenz gegeben. Was versteht man heute unter "Moderne" und wie kann man die Anfänge eines so komplexen Phänomens ausmachen?
Gisela Febel, Universität Bremen, Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft, Abt. Romanistik/Gerhart Schröder, Prof. emer., Institut für Literaturwissenschaften, Abt. Romanistik

Weltbilder als Formen kultureller Wissensorganisation

Das Zentrum versteht Kulturwissenschaft auch als Wissenschaft von jenen Leitbegriffen, die nicht in die Domäne einer Spezialdisziplin fallen, sondern bei der Grundlegung von Wissenschaften ausdrücklich oder stillschweigend vorausgesetzt werden, den Wissensaustausch zwischen den Einzelwissenschaften ermöglichen und den Transfer des wissenschaftlichen Wissens in das kulturelle Alltagswissen steuern. Das Projekt orientiert sich an der Vermutung, daß sich der Weltbegriff als ein solcher Leitbegriff erweisen werde. Es setzt damit unter veränderten Fragestellungen das Projekt über die "Ursprünge der Moderne" fort.
Horst Thomé, Institut für Literaturwissenschaft, Neuere Deutsche Literatur II/Christoph Hubig, Institut für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Technikphilosophie

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Di, 27. April 2010 19:30

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