
Europa hat sich selbst mit großer Kontinuität als Ort der Krise interpretiert. Auf diesem Kontinent scheint - wie im Staate Dänemark - immer etwas faul zu sein. Doch in welchem Verhältnis stehen wir heute tatsächlich zu Hamlet, diesem suchenden und zweifelnden, diesem versuchten und verzweifelten Kind einer Gesellschaft, die er verachtet? Können wir uns in Zeiten politischen Desinteresses in der Hamlet-Figur wiederfinden? Die Vortragsreihe im Wintersemester 08/09 ließ Literatur-, Film- und Politikwissenschaftler vor dem Hintergrund Volker Löschs ebenso beeindruckender wie umstrittener Inszenierung zu Wort kommen, um die Aktualität des Hamlet-Stoffes aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten.
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