Faust, enttäuscht und verbittert über die Grenzen der Erkenntnismöglichkeiten des einsam forschenden Menschen, ergibt sich der Magie. Er landet schließlich beim Abkommen mit Mephistopheles, der ihm den alten Menschheitstraum der Verjüngung erfüllt. Wie Magie muten auch die Erfindung des Papiergelds, die Kriegsführung mit virtuellen Waffen und Fausts letztes Landgewinungs-Projekt an. Goethes "Faust" reflektiert damit die Genesis der modernen Naturaneigung, die Umsetzung magischer Projekte in moderne Technologie und Ökonomie. Ausgehend von Goethes Werk diskutieren die Beiträge der Vortragsreihe unterschiedliche Aspekte des Zusammenhangs von Magie und Technik in unserer Kultur.
Die Vortragsreihe FAUST- MAGIE UND TECHNIK begleitete die Inszenierungen von Faust I und Faust II. Die Vorträge (30.10.2005-15.04.2006) fanden vor den Vorstellungen im Oberen Foyer des Schauspielhauses, Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart, statt.





