Systemisch wirkende Risiken werden in diesem Projekt exemplarisch an den Ursachen und Folgen von Übergewicht und Adipositas erforscht. Aufgrund der Komplexität der Wechselbeziehungen zwischen Lebensstil und Übergewicht, der Unsicherheit über die kausalen Beziehungen und der hohen sozialen und emotionalen Geladenheit des Themas (Ambiguität) verspricht die Behandlung dieses Themas besondere Erkenntnisse über systemisch wirkende Risiken aus der Perspektive der Sozialökologie. Das Projekt zielt auf eine theoretisch fundierte, empirische Modellierung des Problems unter Berücksichtigung von individuellen, sozialen und ökologischen Faktoren und schließt ein umfassendes Problemverständnis sowie der Erarbeitung von wirksamen Handlungsoptionen ein.
Das interdisziplinäre Projekt unter Einbeziehung von Natur- und Sozialwissenschaften umfasst eine Integration des bestehenden Wissens sowie eine Erweiterung des Kenntnisstandes durch Primärerhebungen (Fokusgruppen, Befragungen, physiologische und Stoffstromanalysen). Die wissenschaftlich gewonnenen Erkenntnisse werden in einen Runden Tisch mit Praktikern und Stakeholdern eingespeist. Dort werden Handlungsoptionen mittels Expertendelphis auf Realisierungschancen und -restriktionen geprüft. Flankiert wird die Arbeit durch einen internationalen wissenschaftlichen Beirat.
Die Ergebnisse werden in fach- und anwendungsbezogenen Zeitschriften, im Internet und in einer Monographie publiziert. Neben der Organisation von und die Teilnahme an Fachveranstaltungen ist eine gruppenspezifische Übertragung der durch den Runden Tisch eingeleiteten Handlungsoptionen an die betroffenen Stakeholder und die Politik vorgesehen.
Projektlaufzeit:
Januar 2006 - Dezember 2008
Mitarbeiter:
Ortwin Renn, Jürgen Deuschle, Michael M. Zwick
Ansprechpartner:
Michael M. Zwick
E-Mail: zwick@soz.uni-stuttgart.de





