Rhetorik als theoretisches Model


Der Frühen Neuzeit stellt sich das Problem der Theoriebildung im Bereich des Kontingenten, also des Veränderlichen, Ungenauen, Singulären, und die Frage nach den Verfahren, damit umzugehen. Das Modell des Verhaltens im terrain vague des Kontingenten wird das der Strategie, die auf die jeweiligen, sich ändernden Bedingungen zu reagieren versteht. Von hier aus kann der Vorrang der Rhetorik vor der Philosophie in der Renaissance begründet werden: als ars arbeitet sie im Bereich des kontingenten, nicht des absoluten Wissens.

 

Vorträge:

  • Der epistemologische Status der Rhetorik
  • Die Wiederentdeckung der Sophistik 
  • Intuition und Invention im Wissenschaftsbegriff 
  • Rhetorik und Ästhetik 
  • Inventio und elocutio Sprache als welt- und sinnerzeugende Macht  

Teilnehmer
  • Oskar Bätschmann (Bern) 
  • Tilman Borsche (Hildesheim) 
  • Peter Burke (Cambridge) 
  • Barbara Cassin (Paris) 
  • Gisela Febel (Stuttgart) 
  • Pascal Griener (Neuchâtel) 
  • Manfred Moser (Klagenfurt) 
  • Michel Narcy (Paris) 
  • François Rigolot (Princeton) 
  • Herwarth Röttgen (Stuttgart) 
  • Gerhart Schröder (Stuttgart) 
  • Carlos Thiebaut (Madrid) 
  • Freyr R. Varwig (Frankfurt) 
  • Brian Vickers (Zürich)

Tagungskonzeption:

Gerhart Schröder  

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