Frankreich-Schwerpunkt

Call for papers: Deutsch-französisches Graduierten-Colloquium 2018


graduierten kolloc
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Deutsch-französisches Graduierten-Colloquium
Colloque de recherche franco-allemand
Stuttgart, 25.-27. Oktober 2018

Das Internationale Zentrum für Kultur- und Technikforschung (IZKT) lädt jährlich deutsche und französische Doktoranden zu einem interdisziplinären Forschungskolloquium nach Stuttgart. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bewerben sich mit ihrem Lebenslauf und einem Exposé ihres Beitrages, der in der Regel aus dem Dissertationsvorhaben erwächst. Moderatoren geben ihnen Hilfestellung und schlagen Brücken zwischen den Themen und Ansätzen. Die Reise- und Übernachtungskosten sowie die Verpflegung der Teilnehmenden werden erstattet.


Hannah Arendt in Frankreich und Deutschland.
Neue Perspektiven auf Person, Werk und Wirkung

Person und Werk Hannah Arendts bilden im deutsch-französischen Austausch seit langem einen Forschungsgegenstand, an dem sich Debatten wie in einem Brennglas verdichten. In beiden Ländern gehört sie zu den beständig aufgerufenen Referenzgrößen der politischen Debatte. Seit jeher reicht indes das Spektrum der Einschätzungen von harscher Ablehnung einerseits bis zu geradezu naiver Verehrung andererseits. Diese polarisierende Wirkung ihrer Persönlichkeit gilt es genauer zu verstehen. Die Beschäftigung mit Hannah Arendt erlaubt zudem einen Einblick in jene persönlich-wissenschaftlichen Netzwerke, in denen sich Arendt auf der Flucht nach Frank-reich und dann in den USA bewegte. Arendts Leben und Werk lässt sich nicht nur als Distanznahme zu Heidegger verstehen, sondern zeugt auch von Auseinandersetzungen mit Karl Jaspers, Walter Benjamin, Günther Anders, Hans Jonas und nicht zuletzt Heinrich Blücher.
Neben diesen biographisch-historischen Konstellationen und werkgenetischen Fragen ist im deutsch-französischen Kontext die Rezeptionsgeschichte von besonderem Interesse. Neue Editionen, neue Forschungsergebnisse und neue Debattenbeiträge – nicht zuletzt Emmanuel Fayes scharfe Polemik gegen ihre von Heidegger stammenden Prägungen – machen deutlich, dass sich an der Diskussion über Arendt vieles über Frankreich und Deutschland lernen lässt. Der Furor, mit dem die Diskussion über Arendt bisweilen geführt wird, speist sich nicht zuletzt aus der Aktualität ihrer Themen: Flucht und Migration, Staatsangehörigkeit und Menschenrechte, Politik und Technisierung, Demokratie und Wahrheit, Nation und Erinnerung – zu vielen Streitfragen unserer Zeit enthält Arendts Werk Analysen, Beiträge oder essayistische Reflexionen, die die tagesaktuellen Diskussionen bis heute bereichern. Lassen sich diese Arbeiten nüchtern auf ihre Fruchtbarkeit befragen? Wie fallen die Antworten in Frankreich und Deutschland dabei aus? Und wie lassen sich die Differenzen in ihrer Rezeption erklären? Welche erinnerungspolitische Rolle spielt Hannah Arendt in den jeweiligen Ländern?
Um uns diesen Fragen in einem deutsch-französischen Setting zu widmen, wollen wir in einen interdisziplinären Dialog treten, der geschichtswissenschaftliche, philosophische, politikwissenschaftliche, ja vielleicht auch wissenssoziologische und literaturwissenschaftliche Perspektiven zusammenführt. Willkommen sind daher alle Vorschläge, die Beiträge zur Arendt-Forschung liefern und dabei den Blick auf deutsch-französische Wechselwirkungen oder entsprechende Vergleiche bereichern. Unsere Hoffnung ist es, damit den Doktoranden einen inspirierenden und horizonterweiternden Austausch zu ermöglichen. 

Doktorandinnen und Doktoranden werden gebeten bis zum 1. Juli 2018 einen Themenvorschlag mit einer Zusammenfassung von max. zwei Seiten sowie einen Lebenslauf einzureichen.

Dr. Felix Heidenreich
Internationales Zentrum für
Kultur- und Technikforschung (IZKT)
Universität Stuttgart
Geschwister-Scholl-Straße 24
D - 70174 Stuttgart
felix.heidenreich@izkt.uni-stuttgart.de
www.izkt.de
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