Die Siebenbürger Sachsen sind ein zwar geschichtlich, soziologisch
und literaturwissenschaftlich schon weit erforschtes Thema aber
zugleich ein zu wenig beachtetes Beispiel kollektiver Identität als
solche, das für die europäische Integration lehrreich sein könnte. Denn
es handelt sich nicht nur um die faszinierende Kultur einer Minderheit
unter ganz spezifischen Rahmenbedingungen. Die Siebenbürger Sachsen
sind in einem Gebiet, wo Nationen und Staat nie identisch gewesen sind,
ein Beispiel für die Überlappung, Verschränkung und Verwandlung
kultureller Identitäten auf lokaler, nationaler, staatlicher, und
europäischer Ebene.
Catherine Roth, deutsche und französische
Staatsbürgerin mit sächsischer Abstammung, verfügt selbst über
einschlägige Erfahrung in der kulturwissenschaftlichen Forschung und
kulturpolitischen Praxis, privat und öffentlich, national und
international, u.a. als Verlagslektorin bei Klett und Larousse,
Leiterin der französischen Kulturinstitute Frankfurt und Innsbruck und
Kulturdirektorin des Europarats. Sie wird den gestellten Fragen durch
eine kulturwissenschaftliche Grundlagenforschung an Ort und Stelle
nachgehen und dabei theoretische Analyse mit empirischer Forschung
verknüpfen.
Das Projekt wird vom Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM) und der Fondation St. Thomas gefördert.
Projektzeitraum 8/2009 bis 12/2010.
Weitere Informationen:
Dr. Felix Heidenreich
0049-(0)711 - 685-84149
felix.heidenreich@izkt.uni-stuttgart.de





