Publikationen

Band 32: Futurismus. Kunst, Technik, Geschwindigkeit und Innovation zu Beginn des 20. Jahrhunderts


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Irene Chytraeus-Auerbach, Georg Maag (Hrsg.), Berlin 2016

“Wir erklären, dass sich die Herrlichkeit der Welt um eine neue Schönheit bereichert hat: die Schönheit der Geschwindigkeit“. – So heißt es im Gründungsmanifest des italienischen Futurismus, das Filippo Tommaso Marinetti am 20. Februar 1909 auf der Titelseite der französischen Tageszeitung Le Figaro veröffentlichte. Ein provozierend vorgetragenes Programm, mit dem die Künstler des Futurismus die Erneuerung und Modernisierung der Künste und der Gesellschaft einforderten. Die Veränderungen der modernen Lebenswelt, die um die Jahrhundertwende in Form des Automobils und der Eisenbahnen, der Elektrizität und der großen Industrien, des Telefons und der Massenmedien Einzug in das Alltagsleben gehalten hatten, wurden zu Ausgangspunkten dieser Bewegung. Eine veränderte Wahrnehmung sollte nicht nur die künstlerische Produktion, sondern das gesamte gesellschaftlichkulturelle System revolutionieren.
Inwieweit hat diese Revolution ihre Spuren in der Geschichte, Gesellschaft und Kultur des 20. Jahrhunderts hinterlassen? Der vorliegende Band widmet sich den vielfältigen Ausdrucksformen des italie­nischen Futurismus. Er liefert das Bild einer gesamtgesellschaftlich relevanten Avantgarde­-

bewe­gung und beleuchtet dabei vor allem jene Aspekte, die nicht nur das 20. Jahrhundert, sondern auch die Wahrnehmung der modernen Welt nachhaltig beeinflusst haben.

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