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Mo, 11. Dezember 2017 19:30

Dieter Thomä (Universität St. Gallen): Störenfriede in der modernen Kultur: Von Thomas Hobbes bis Donald Trump

Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänder Platz 1

Der Störenfried stört den Frieden. Er ist also bei seinen Zeitgenossen nicht gern gesehen – es sei denn, er stört einen faulen oder falschen Frieden. Dann wird er willkommen geheißen als derjenige, der mit festgefahrenen Gewohnheiten oder einem verkrusteten System bricht.
Die Kultur der Moderne zeichnet sich durch eine besondere Dynamik aus. Seit Jahrhunderten ist sie durch die Spannung zwischen Ordnung und Störung geprägt. Neben die Angst vor dem Chaos tritt die Lust am Aufbruch. Gerade heutzutage wächst die Sorge um die Sicherung zivilisatorischer Errungenschaften, aber auch die Einsicht, dass unsere Gesellschaft vor enormen Wandlungen steht. Es ist Zeit für eine Bestandsaufnahme und dafür, sich über Konformität und Dissens, Integration und Protest Gedanken zu machen.

Prof. Dr. Dieter Thomä lädt in seinem Vortrag zu einer Abenteuerreise ein, die Glanz und Elend des Störenfrieds in der modernen Kultur erkundet. Diese Reise führt zurück in die Geschichte, zum Beispiel zu Wilhelm Tell („Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit,/ Und neues Leben blüht aus den Ruinen“). Und sie endet in der Gegenwart – bei Donald Trump. 

Eine Veranstaltung des IZKT der Universität Stuttgart in Kooperation mit der Stadtbibliothek Stuttgart und der Berthold Leibinger Stiftung.


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