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Do, 29. Oktober 2009 - Sa, 31. Oktober 2009

Deutsch-französisches Graduierten-Colloquium 2009: Mobilität: Von den Ursprüngen der Reiselust bis zu ihrem Ende in der vermessenen Welt

IZKT, Geschwister-Scholl-Strasse-24

Das Internationale Zentrum für Kultur und Technikforschung (IZKT) lädt jährlich deutsche und französische Doktoranden zu einem interdisziplinären Forschungskolloquium nach Stuttgart. Im Jahr 2009 beschäftigte sich das Colloquium mit dem Thema "Mobilität".

Der Mensch ist unterwegs, seit er zum Auszug aus dem Paradies gezwungen wurde. Aus dem Fluch schien zunächst ein Segen zu werden. Seit den großen Pilgerreisen des Spätmittelalters und den Entdeckerfahrten der Frühen Neuzeit hat die Mobilität rasant zugenommen. Noch nie waren so viele Menschen so viel unterwegs wie heute. Die Moderne ist deshalb auch als das Zeitalter der Beschleunigung beschrieben worden.

Dieser Zuwachs an Mobilität scheint an Grenzen zu stoßen. Zu einem Zeitpunkt, an dem die ökologischen und sozialen Kosten der Mobilität deutlich werden, zeichnet sich eine Sättigung des Marktes ab. Zudem erledigt sich das romantische Projekt einer Begegnung mit dem Anderen in jenem Moment, in dem die Welt vollständig vermessen ist. 

Das Graduierten-Colloquium ging den historischen Ursprüngen, literarischen Mustern und kulturellen Folgen moderner Mobilität nach. Die Beiträge umfassten Themen von den Pilgerreisen des Mittelalters bis zur Reiseliteratur der Gegenwart das Wechselverhältnis von tradierten Vorstellungen und Praktiken der Mobilität. 

Als Moderatoren konnten der Philosoph Dr. habil. Jens Badura und der Soziologe Dr. Cédric Duchêne-Lacroix gewonnen werden.

Auftaktveranstaltung:

Vortrag von Jean–Didier Urbain

Das Deutsch-französische Graduierten-Colloquium wurde von der DVA-Stiftung gefördert.

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