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Do, 03. Februar 2011 20:00

Sami Tchak und Thorsten Schüller: „La littérature africaine n’existe pas“. Die Grenzen der Francophonie

Literaturhaus Stuttgart

Zu Gast waren der frankophone Schriftsteller Sami Tchak sowie der Literaturwissenschaftler und Spezialist für die frankophone Literatur Afrikas Dr. Thorsten Schüller.

Sami Tchak (Lomé, Togo/Paris) studierte Soziologie an der Universität Lomé und promovierte 1993 an der Sorbonne. Seine Forschung zur weiblichen Sexualität und Prostitution führte ihn mehrfach nach Südamerika. Nach seinem ersten Roman "Place des Fêtes", 2001, in dem der in Frankreich geborene Sohn togolesischer Eltern seine Umwelt schildert und kommentiert (dt. "Scheiß Leben", 2004), publizierte er zahlreiche Romane, die in einem fiktiven ("Le paradis des chiots", 2006) oder realen ("Les filles de Mexiko", 2008) Lateinamerika verortet sind. Im Dialog wurde die Frage eines möglichen Paradigmenwechsels in der frankophonen afrikanischen Literatur der Diaspora diskutiert:  In der „Literatur ohne festen Wohnsitz“ (Ottmar Ette, 2005) von Autoren wie Abdhouramane Waberi, Alain Mabanckou, Kossi Efoui oder Sami Tchak, die nach den Unabhängigkeiten geboren wurden und im freiwilligen französischen oder amerikanischen Exil leben, ist eine territoriale, identitäre oder gesellschaftliche Zugehörigkeit nicht festzumachen. Erhält damit diese Literatur den universalen Charakter der „littérature-monde en français“, die sich einige dieser Schrifsteller in dem gleichnamigen Manifest 2007 auf die Fahne geschrieben haben? In dem Dialog mit Thorsten Schüller (Johannes-Gutenberg- Universität Mainz) wurde u.a. diese Frage produktiv erörtert. 

Im Rahmen der Tagung "Dealing with the Universal. Between History, Theory and Practice of Arts", Universität Stuttgart und Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe. Die Veranstaltung wurde von der DVA-Stiftung und dem Institut Français de Stuttgart gefördert. 




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