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Do, 25. November 2010 - Fr, 26. November 2010

Deutsch-französische Fachtagung (Geschlossene Veranstaltung): Die Intellektuellen und die Niederlage im deutsch-französischen Krieg 1870/71.

IZKT, Geschwister-Scholl-Strasse-24

Die turbulenten und krisenhaften Ereignisse nach 1871 bedeuteten nicht nur eine Erblast für die politische Geschichte der Dritten Republik, sondern weckten einen erhöhten Sinnstiftungsbedarf. In der langen Phase der Etablierung und Stabilisierung der Republik wurde dieser Bedarf nicht allein von den politischen Eliten gedeckt, sondern auch aus dem Feld der Kulturproduktion heraus. Dies zeigt sich in der Tatsache, dass eine ganze Reihe renommierter Intellektueller und Literaten wie Ernest Renan, Arthur de Gobineau, Hippolyte Taine, Victor Hugo, Émile Zola und Léon Bloy Werke verfassten, die die Ereignisse zu interpretieren versuchten und ihre Bedeutung im historischen Kontext erörterten.

Dieser Themenkomplex und seine Konsequenzen für die Nachkriegsgesellschaft in Frankreich wurden im Rahmen einer Fachkonferenz in den Blick genommen. Dazu gingen Historiker, Kunsthistoriker und Literaturwissenschaftler der Frage nach, welche politische Wirkmächtigkeit die aufgebotenen Interpretationen entfalteten und in welchem Kontext die kulturhistorischen Deutungsmuster zu sehen sind.

Die Tagung wurde von der DVA-Stiftung gefördert.

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