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Europäische Stadtplanung I (SS 1999)
Ringvorlesung
Sommersemester 1999
Universität Stuttgart
Wir sprechen zwar von "der europäischen Stadt" und stellen ihre Gestalt, Dichte und Nutzungsmischung z.B. der amerikanischen Stadt gegenüber. In der EU entsteht ein Arbeitsmarkt für Architekten und Stadtplaner, der theoretisch von Lissabon bis Warschau, von Palermo bis Stockholm reichen wird. Trotz des Universalismus der Moderne, der überall in Europa, wenn auch mit unterschiedlicher Durchschlagskraft, Architektur und Städtebau des 20. Jahrhunderts geprägt hat, gibt es jedoch eine Fülle historisch-kulturell, politisch-konstitutionell und geographisch bedingter Unterschiede in den europäischen Städten. Die planungsrechtlichen Bedingungen, die Traditionen der Planungskulturen im liberalen England auf der einen und in den Niederlanden mit dem tief verwurzelten Vertrauen in das Gemeinschaftswerk der Landgewinnung und -sicherung, in die Notwendigkeit der öffentlichen Arbeiten als Voraussetzung der privaten Bautätigkeit auf der anderen Seite liegen weit auseinander. Die Vortragsreihe "Europäische Stadtplanung" versucht durch Fokussierung auf jeweils spezifische Länder und/oder Regionen (Focus Niederlande, Transalpin) diese Unterschiede aufzuarbeiten, deutlich zu machen und somit einen bewußten Umgang mit Architektur und Städtebau im europäischen Rahmen zu ermöglichen.
Teilnehmer:
- Erick van Egeraat (Rotterdam)
- Johann Jessen (Stuttgart)
- Jakob Maurer (Zürich)
- Markus Neppl (Köln)
- Franz Pesch (Stuttgart)
- Jürgen Rosemann (Delft)
- Brigitte Schmelzer (Stuttgart)
- Dirk Schubert (Hamburg)
- Thomas Sieverts (Darmstadt)
- Kunibert Wachten (Wien)
Städtebau-Institut


