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Dimension Landschaft
Vortragsreihe
April - Juli 1997
Universität Stuttgart
In zyklischen Entwicklungen und mit wechselnden Leitbildern wird im 20. Jahrhundert der Versuch unternommen, das Verhältnis von Stadt und Land zu interpretieren. Der Sehnsucht nach einer vermeintlich intakten "Ur-Natur" und ihre Spiegelung in unterschiedlichen Gestaltungskonzeptionen steht heute eine Vorstellung von Landschaft gegenüber, die mit dem Begriff nun die Gesamtheit städtischer Umwelt beschreibt. Damit lösen sich tradierte Kategorien in der Unterscheidung von Stadt und Natur sowie des Künstlichen und Natürlichen auf.
Versteht man die Architektur und die Stadtplanung als Spiegelbild kultureller Entwicklungen, so ist eine Auswirkung des veränderten Naturbegriffs auf die Gestaltung von Stadt und Gebäude zwangsläufig: Denn das Bild des "Landschaftlichen" und die Interpretation dieses Bildes spielen bei einer Vielzahl von gegenwärtigen Entwurfskonzepten eine wichtige Rolle. Dies gilt sowohl für den Innen- als auch für den Außenraum. Der Begriff "Landschaft" bietet sich an, um Architektur und Städtebau nach zeitgemäßen inhaltlichen Fragestellungen zu untersuchen: Die Suche nach Begriffen, die das Entstehende beschreiben – das damit verbundene Abstraktionsvermögen – erweisen sich als Voraussetzung für eine zukünftige Visionsfähigkeit. Mit der Veranstaltung wurde der Versuch unternommen, dieses Vermögen in aktuellen Raumkonzeptionen und -theorien aufzuzeigen, die noch nicht Teil einer "offiziellen" Planungsgeschichte sind.
Teilnehmer
- Marc Angélil (Zürich, Los Angeles)
- Werner Durth (Darmstadt)
- Ulrich Königs (Köln)
- Greg Lynn (New York)
- Alejandro Zaera Polo (London, Madrid)
- Joan Roig (Barcelona)
- Matthias Sauerbruch (Berlin, London)
- Jochem Schneider (Stuttgart)
- Martin Seel (Gießen)
- Andreas Spiegl (Wien)
- Marieke Timmermans (Amsterdam)
Institut Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen


