Über uns

Die sozialistische Stadt - Feiern des Volkes


Kolloquium
12. - 14. Dezember 1996
Archiv für Städtebau, Abtsteinach (Odenwald)

  • Die Gestaltung von Plätzen und Magistralen in Berlin, Kiew und Dresden
  • Volksfeiern im Filmdokument
  • Die sozialistische Stadt als Utopiepotential
  • Vorbild Moskau und lokale Tradtitionen

Im Rückblick auf die verschiedenen Phasen des Städtebaus im 20. Jahrhundert wird die Gestaltung öffentlicher Räume – von langfristig angelegtem Städtebau bis zu kontrastreichen Einzelbauten mit Schichten wechselnder Zeichen visueller Kommunikation (Fassadenelemente, Beleuchtung, Reklame etc.) – zumeist als Ergebnis unkoordinierter, bisweilen sogar gegenläufiger Konzepte staatlicher, kommunalpolitischer und privatwirtschaftlicher Entscheidungsträger dargestellt. Brüche und Kontraste prägen das Bild jeder Stadt, gerne denunziert als "Chaos" und "Verschandelung" unserer räumlichen Umwelt. Sowohl die aufwendig inszenierten als auch die "ungewollten" Räume, die den Architekturtheoretikern zumeist nicht einmal eine Kritik wert sind, gilt es zu untersuchen: ob temporäre Herrichtung eines bestimmten Stadtbereichs oder langfristiges Gestaltungskonzept – mit einem transdisziplinären Ansatz lassen sich die Intentionen der Planer analysieren und auf ihre Wirkungen hin diskutieren. In einem ersten Schritt werden an ausgesuchten Fallbeispielen bestimmter Städte Anlässe, Methoden und Mittel zur Inszenierung öffentlicher Räume erforscht. Gemeinsam mit Bauhistorikern aus der Ukraine und den Niederlanden werden Strategien der Stadtgestaltung in unterschiedlichen Gesellschaftssystemen einer vergleichenden Betrachtung unterzogen. Im Mittelpunkt wird die demonstrative Inbesitznahme und Neugestaltung der Innenstädte nach dem Zweiten Weltkrieg stehen.

Die Forschungsarbeit wird im Rahmen des DFG-Forschungsschwerpunktes "Theatralität" gefördert.

Teilnehmer:

  • Jan Assmann (Heidelberg)
  • Koos Bosma (Rotterdam)
  • Jörn Düwel (Berlin)
  • Werner Durth (Darmstadt)
  • Niels Gutschow (Abtsteinach)
  • Elisabeth Hofer (Wien)
  • Hans Peter Köpping (Heidelberg)
  • Barbara Kündiger (Berlin)
  • Bohdan Tscherkes (Lviv)
in Kooperation mit:
Institut Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen


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