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Aufbauzeit. Architektur und Stadtplanung 1945-1960
Ausstellung
12. - 17. Dezember 1995
Universität Stuttgart
Architektur und Städtebau im geteilten Deutschland
Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges fand der Aufbruch zu neuen Wohn- und Lebensformen in zahllosen Skizzen und Entwürfen zeichnerisch Ausdruck: Zwischen radikaler Modernisierung und rekonstruierendem Wiederaufbau wurden unterschiedlichste Konzepte entworfen, umstritten, verworfen oder verwirklicht. Das Jahrzehnt nach 1945 birgt eine erstaunliche Vielfalt von Visionen und Zukunftsentwürfen, die an ausgewählten Stadtprofilen analysiert werden. Anfangs gleichen sich die Visionen neuer Städte im Osten und Westen Deutschlands. Doch während in der Bundesrepublik im Zuge des Marshallplans bald zügig gebaut und eine Architektur der moderaten Moderne entwickelt wird, werden in der DDR kontrastierend jene architektonischen Formen gesucht, die einerseits nach sowjetischem Vorbild dem "sozialistischen Realismus in der Baukunst" und andererseits den regionalen und nationalen Traditionen deutscher Baukultur entsprechen sollen. Mit Beginn des Kalten Krieges werden auch Architektur und Stadtplanung politisch polarisiert: der Gestalt der kompakten Stadt mit architektonisch streng gefassten Straßen- und Platzräumen im Osten Deutschlands wird im Westen die in einzelne "Nachbarschaften" gegliederte und weiträumig aufgelockerte "Stadtbaulandschaft"gegenübergestellt.
Teilnehmer:
- Jörn Düwel (Berlin)
- Werner Durth (Stuttgart)
- Anatoli Iwanow (Moskau)
- Vladimir Slapeta (Prag)
- Richard Serra (New York)
- Christof Thoenes (Rom)
- Franz-Joachim Verspohl (Osnabrück)
Ausstellung des Archivs am Institut Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen


