Veranstaltungen

Les idées de la République – La République des idées (SS 2017)

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Im Frühjahr 2017 steht Frankreich aufgrund der Präsidentschaftswahlen im Fokus der Aufmerksamkeit. Aus diesem Anlass werden wir nicht nur die aktuellen politischen Entwicklungen in Frankreich thematisieren, sondern auch der Frage nachgehen, welche Erfahrungen, Einsichten und Visionen aus Frankreich für die Fortentwicklung der politischen Kultur in Deutschland fruchtbar gemacht werden können. Ganz offenbar steht die politische Kultur in beiden Ländern in Zeiten von Terrorismus, Populismus und neuem Nationalismus vor analogen Herausforderungen. Konvergieren oder divergieren vor diesem Hintergrund die Versuche, angemessene politische Antworten zu finden? Vor allem die Idee der Republik hat in Deutschland in den vergangenen Jahren, nicht zuletzt aufgrund einer Krise des Liberalismus, neues Interesse geweckt. Sie fußt auf der Idee des citoyen, des engagierten Bürgers und der engagierten Bürgerin. Politik wird hier nicht nur als notwendiges Übel, sondern als eine res publica verstanden, für die alle Sorge tragen müssen. Aber wie erfolgreich und überzeugend ist der Republikanismus heute? Was können Deutsche und Franzosen voneinander lernen?

Mi, 10. Mai 2017 19:30

Geneviève Fraisse: Die Republik und die Frauen

Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänder Platz 1, 70173 Stuttgart

In der Französischen Revolution spielten Frauen eine zentrale Rolle. Die Republik versprach ihnen Gleichberechtigung und Anerkennung. Bei Delacroix wurden sie zur Ikone einer Revolution, deren Republik als Marianne weiblich personifiziert wird. Doch das Verhältnis des französischen Republikanismus, der sich auf „Brüderlichkeit“ beruft, zu den Schwestern blieb ambivalent. Bewunderung und Exklusion schienen sich bisweilen eher gegenseitig zu befördern als auszuschließen. Die Philosophin Geneviève Fraisse, eine der führenden Forscherinnen zum Geschlechterverhältnis, konstatiert daher eine Spannung zwischen exklusiver Demokratie einerseits und dem Versprechen auf Emanzipation, das nach 1830 eine feministische Bewegung entstehen lässt, andererseits. Heute gilt vielen Beobachtern Frankreich als jenes Land, in denen den Frauen die Aussöhnung von Familie und Beruf auf vorbildliche Weise ermöglicht wird. Geneviève Fraisse verfügt über politische Erfahrung in verschiedenen Gremien und als Abgeordnete des Europäischen Parlaments. Im Gespräch wird sie historische Weichenstellungen und ihre aktuellen Folgen für das Verhältnis der Republik zu den Frauen erläutern.

Auf Französisch mit Übersetzungshilfe.

Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Frankreich-Schwerpunkts des IZKT der Universität Stuttgart und des Institut français Stuttgart. 

Die Veranstaltung wird von der Robert Bosch Stiftung mit Mitteln der DVA-Stiftung gefördert.


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