Veranstaltungen


Mo, 04. Juli 2016 20:00

Dan Diner im Gespräch mit Joachim Kalka

Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstr. 4 (Bosch-Areal)

Das IZKT der Universität Stuttgart, das Literaturhaus Stuttgart und die Akademie für gesprochenes Wort begründen eine neue Reihe: „Wissenschaftsfragen“. 
Trügerisch einfache Fragen stellen sich angesichts rasant wandelnder Rahmenbedingungen für Produktion, Zirkulation und Legitimation von (wissenschaftlichem) Wissen neu: Was wollen die Wissenschaften? Was soll diese Wissenschaft?  
Die neue Reihe lädt herausragende Repräsentanten verschiedener Wissenschaftskulturen zum Gespräch und zur Diskussion mit dem Publikum ein, um am Beispiel ihres Fachs, ihrer Forschungen und ihres Erkenntnisinteresses nach dem Ort, der Funktion und der Verantwortung von Wissenschaft in der Gegenwart zu fragen. 

Moderiert werden die Gespräche von dem Autor und Kritiker Joachim Kalka, Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, jüngst mit dem Johann Friedrich Cotta-Literatur- und Übersetzungspreis der Landeshauptstadt Stuttgart ausgezeichnet.  

In der dritten Veranstaltung der Reihe „Wissenschaftsfragen“ führt Joachim Kalka ein Gespräch mit dem Historiker und Publizist Dan Diner. Diner wurde 1946 in München geboren; 1999 wurde er Gründungsdirektor des Simon-Dubnow-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur in Leipzig und hat die Geschichte des Judentums immer wieder zum Prüfstein und Seismograph der Moderne gemacht. Seine Tätigkeit als akademischer Lehrer und sein umfangreiches historiographisches und kritisches Werk haben diese Frage zum Zentrum. Forschung und Publizistik haben einen Höhepunkt mit dem Projekt eines profund konzipierten Nachschlagewerks erreicht: der soeben (bis auf den Registerband) abgeschlossenen und unter der Herausgeberschaft von Dan Diner erschienenen Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur. Dieses Werk stellt so etwas wie eine paradoxe Neuerfindung der Enzyklopädistik aus den Trümmern des Fortschrittsdenkens dar. Drei Stichworte, die der Herausgeber selbst verfasst hat, sind „Restitution“, „Verschwörung“ und „Weltgeschichte“. Diese Begriffe umkreisen praktisch, theoretisch, ideologiekritisch die Frage, wie nach der Katastrophe des Nationalsozialismus der Geschichtszusammenhang zu denken ist.

In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Stuttgart und der Akademie für gesprochenes Wort


Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,- für Studierende Eintritt frei

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